Podcast: In Berlin und Halle dabei – #MachtEuchStärker

Hallo und herzlich willkommen zum Podcast In Berlin und Halle dabei.

Der Wonnemonat Mai hatte für Petra einiges zu bieten. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, gab es ne­ben den traditionellen Ständen von Gewerkschaften und Parteien auf dem Marktplatz in Halle auch eine erfolgreiche Demonstration in der Innenstadt gegen Nazis. Mehrere Tausend Menschen, darun­ter auch Petra und andere linke Abgeordnete, machten klar, dass rechtes Gedankengut in Halle kei­nen Platz hat. Die Nazis mussten sich geschlagen geben und reisten ab.

Der Mai entwickelte sich zu einem Monat der Proteste. Die Aktion Critical Mass veranstaltet regel­mäßig Fahrrad-Demos, um so auf eine umweltfreundlichere Verkehrspolitik und bessere Bedingun­gen für Radfahrende in der Stadt aufmerksam zu machen. Einer solchen Aktion hat sich Petra am 5. Mai in Halle als passionierte Radfahrerin natürlich gern angeschlossen.

Am nächsten Tag ging es zu einer weiteren Demo in Halle. Beim Global Marijuana March protes­tierten zahlreiche Menschen für die Legalisierung von Cannabis. Cannabis bzw. Hanf ist eine Pflanze, die mit dem Hopfen sehr eng verwandt ist und psychoaktive Stoffe enthält, die berau­schend wirken. Aus Hanf lassen sich viele verschiedene Produkte herstellen, die wir bereits im All­tag verwenden. Aus der Pflanze gewinnt man ätherische Öle, die zum Beispiel für Waschmittel ver­wendet werden. In der Textil- und Papierherstellung wird gern auf Hanf zurückgegriffen und auch im Baugewerbe kommt Hanf als Dämmmaterial zum Einsatz. Ärzte dürfen Cannabis seit März als Medikament verschreiben. Aber nur, wenn keine anderen Medikamente mehr helfen.

Frank Tempel, der drogenpolitische Sprecher der LINKEN Bundestagsfraktion, fordert eine Entkri­minalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten. Eine Legalisierung ließe eine Kontrollier­barkeit des Konsums zu. Verbote fördern nur den Schwarzmarkt und illegalen Drogenhandel.

Drogen sind immer gesundheitsgefährdend, egal ob legal oder illegal. Alkohol und Nikotin sind bei­spielsweise als legale Drogen permanent zugänglich und günstig zu haben. Sie sind damit potenziell gefährlicher als illegale Drogen. DIE LINKE. im Bundestag fordert eine präventive Drogenpolitik, die eigenverantwortliches Drogenverhalten gewährleistet. Für suchtkranke Menschen braucht es schnelle, leicht zugängliche und niedrigschwellige Hilfe in Form von Beratungsstellen und Therapie­zentren. Nicht Verbote und Strafen, sondern präventive und aufklärende Maßnahmen sind der richtige Weg.

Es ist wichtig, sich für seine Interessen und Ideale laut einzusetzen. So taten es die Menschen am 1. Mai und die Radfahrerinnen und Radfahrer und so geschah es auf der Cannabis-Demo. Sich ge­meinsam stark machen, ist auch das Motto einer anderen Veranstaltung im Mai gewesen.

Nach der Hanf-Demo ging es am 6. Mai zur Konferenz junger politischer Frauen im Welcome-Treff in Halle. Die Konferenz wurde von jungen, engagierten Frauen über ein Jahr ehrenamtlich und un­abhängig entwickelt und organisiert. Die Initiatorinnen wollten damit eine Plattform schaffen, um junge Frauen miteinander zu vernetzen und in einen Austausch zu treten. Ihnen wird nämlich gern und oft nachgesagt, dass sie unpolitisch seien. Mit dieser Konferenz konnte in beeindruckender Weise das Gegenteil bewiesen werden. Bei zahlreichen Podien, Workshops und Vorträgen traten die Frauen in Austausch, machten deutlich, was sie bewegt und stellten den hochrangigen Podiumsgäst­en kritische Fragen. Es entstand ein Austausch auf Augenhöhe. Gemeinsam mit anderen Politikerin­nen trat Petra auf dem Highlight-Podium der Konferenz auf und stellte sich der Frage „Warum ist Frausein politisch?“

Für Petra besteht politische Arbeit aus drei entscheidenden Dingen: Zuhören, reden, Meinung bil­den. Bei gerade einmal 36,5 % weiblicher Abgeordneter im Deutschen Bundestag dürften das natür­lich nur die Grundvoraussetzungen für gute Politik sein. Ein Vorbild zu haben, kann auch helfen. Für Petra ist es Marie Curie. Die Physikerin wurde 1867 in Warschau geboren und erhielt zweimal den Nobelpreis. Das allein ist schon eine bewundernswerte Leistung. Vor allem war es damals Frau­en kaum möglich, überhaupt eine solche wissenschaftliche Karriere zu beginnen. Sie musste sich in einer von Männern dominierten Welt mit viel Geduld und Ausdauer behaupten, was ihr hervorra­gend gelang.

Aber nicht nur Marie Curie motiviert Petra für ihre politische Arbeit. Sie steht auch gern früh auf und fährt dann erst einmal eine Runde Fahrrad. Ansonsten nimmt sie ihre Motivation aus den The­men, die ihr in ihrem politischen Alltag begegnen. Zum Beispiel beim Thema Sterbehilfe: Sie lernt Betroffene kennen, tritt mit ihnen in Austausch und fühlt sich so motiviert bzw. beauftragt, sich für ihre Belange einzusetzen. Und das tut sie dann auch.

Auch über ihre Aufgabe als Erste Parlamentarische Geschäftsführerin sprach sie auf dem Podium ganz offen. Für diese Funktion braucht es eine gewisse Gelassenheit und Ruhe. „Wenn die Fraktion in ihrer Schwarmintelligenz, Dinge so entscheidet, wie sie es tut“, so Petra, „dann soll das so sein.“. Dabei rät sie jungen Frauen, sich von Problemen, die noch gar nicht da sind, nicht verrückt machen zu lassen. Sie sollten erst bearbeitet werden, wenn sie eingetreten sind. Und dann heißt es natürlich: Dranbleiben und weitermachen.

Frausein heißt Menschsein und das ist an sich schon politisch. Frauen sind in dieser Welt politisch, weil sie nach wie vor für ihre Gleichstellung kämpfen müssen. Dazu müssen sie laut und sichtbar werden. Dies gelingt in kleinen Schritten, um so zum Großen vorzustoßen. Frauen können politisch sein, ohne Angst haben zu müssen. Sie brauchen den Mut, ihre Ideen umzusetzen und Menschen, die sie dabei unterstützen. Das Motto der Konferenz junger politischer Frauen heißt #MachtEuch­Stärker. Damit haben die Initiatorinnen wohl auch den Nerv ihrer Generation getroffen. Der Saal war voll und die Frauen restlos begeistert. Wie es mit dem Projekt weitergeht, ist noch offen. Aber der Stein wurde ins Rollen gebracht und die jungen Frauen machten deutlich, dass sie da sind und man sich auf sie gefasst machen kann.

Wo Petra im Juni in Halle unterwegs ist? Am 10. Juni wird sie ab 10:00 Uhr beim traditionellen Stadtteilfest in Halle-Neustadt dabei sein. Für Fragen und Anregungen ist sie am 12. Juni ab 16:00 Uhr im Linken Laden zur BürgerInnensprechstunde zu finden. Am 14. Juni nimmt sie um 17:00 Uhr an einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Solidarität und Gerechtigkeit, starke Ge­werkschaften und betriebliche Mitbestimmung im Dormero Hotel in Halle teil und am 15. Juni ist sie um 18:00 Uhr zu Gast beim Inklusionsforum in der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Alle Termine zum Nachlesen findet ihr auch auf Petras Homepage unter www.petra-sitte.de. Ihr könnt aber auch einfach anrufen, vorbeikommen oder eine E-Mail schreiben an das Wahlkreisbüro unter petra.sitte.wk@bundestag.de oder an das Berliner Büro unter petra.sitte@bundestag.de.

Bis zum nächsten Mal!