Wie sicher ist Halle?

Zum Thema öffentliche Sicherheit in der Stadt Halle - von Marion Krischok (sachkundige Einwohnerin)


Was gehört zur öffentlichen Sicherheit? Natürlich als Erstes die Berufsfeuerwehr mit zwei Standorten. Daneben haben wir in unserer Stadt zwölf Ortsfeuerwehren. Hier sind ehrenamtlich ca. 300 Frauen und Männer tätig und leisten mit zahlreichen Einsätzen ihren Beitrag zu unserer Sicherheit. Beim Hochwasser im Januar waren sie tagelang im Einsatz, um Menschen, Gebäude, Hab und Gut vor den Wassermassen zu schützen.

Daneben gibt es aber auch mehr als 150 Kinder und Jugendliche, die bei den freiwilligen Wehren sehr sinnvoll ihre Freizeit verbringen. Nun kündigte die Stadtverwaltung an, einen neuen Brandschutzbedarfsplan zu erarbeiten und denkt u. a. daran, Wehren  zusammenzulegen, zum einen wegen zu geringer Mitgliederzahlen aber auch, um Geld zu sparen. Neben der Feuerwehr tragen ebenso die DLRG, das DRK, der ASB und das THW mit  viel ehrenamtlichem Engagement zum Katastrophenschutz bei.

Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere sichere Schulwege, erachte ich als sehr wichtig. Vor Schulen und Kindereinrichtungen sind Tempo-30-Zonen dazu gut geeignet. Allerdings habe ich Zweifel, dass der mobile „Blitzer“ bzw. die drei stationären wesentlich zu
höherer Sicherheit beitragen oder ob hier mehr die Einnahmen im Vordergrund stehen. Jedoch finde ich die Schulbegleiter und auch die Stadtwache (früher Citystreife), die es seit 2000 gibt, zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit geeignet.

Bei Letzterem gehen Polizei und Ordnungsamt gemeinsam durch unsere Stadt, um Verstöße im fließenden und ruhenden Verkehr zu ahnden, aber auch um Hundehalter an ihre Anleinpflicht zu erinnern sowie Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern zu führen und deren Hinweise aufzunehmen. Leider wurde die Personenzahl weiter reduziert, so dass nur noch zwei Mitarbeiter im Einsatz sind.

Einen Lichtblick gibt es in Bezug auf die  Straßenbeleuchtung. Dank eines neuen Vertrages mit der EVH werden bald wieder alle Lampen umweltfreundlich leuchten. Helle Straßen erhöhen garantiert das subjektive Sicherheitsgefühl, wenn nicht sogar wirklich die Sicherheit.

Und zum Schluss: Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sollten stadtteilbezogene Sicherheitskonzepte erstellt werden und Polizeikontaktbereichsbeamte müssen vertraute Ansprechpartner im Stadtteil sein.