Frauen auf dem Weg …

… zum Wahlrecht.

Emmeline Pankhurst, geboren 1858 in Manchester, gestorben 1928 in London, britische Frauenrechtlerin, Suffragette, kämpfte für das Wahlrecht der Frau.

Taten statt Worte! Lautete das Motto der militanten Suffragetten, einer radikalen Frauenrechtsbewegung im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Diese Worte stehen auch auf dem Grabstein von Emily Davison, die als Märtyrerin in die Geschichte der Frauenbewegung eingegangen ist, weil sie sich bei einem Pferderennen vor das Pferd König Georges V. geworfen hat, um eine politische Botschaft zu übermitteln. Militant waren die Suffragetten nicht immer. Zunächst gehörten sie einer weitestgehend friedlichen Frauenbewegung an, die für die Gleichstellung und für das Wahlrecht für Frauen kämpften – mit Hilfe von Flugblättern, Protesten, Plakaten und Reden. Aber sie wurden nur belächelt und ignoriert. Nach und nach wurden ihre Methoden radikaler und Emmeline Pankhurst zu ihrer Führungsfigur. Sie ketteten sich an Gebäude, organisierten illegale Blockaden und Demonstrationen, warfen Schaufenster ein und zündeten Briefkästen an. Dafür landeten sie im Gefängnis. Dort gingen sie in den Hungerstreik. Die Lage eskalierte, der Druck auf die Regierung stieg. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, endete die Suffragettenbewegung abrupt. Emmeline mobilisierte die Frauen, um in der Waffenproduktion mitzuhelfen. 1918 wurde das Wahlrecht für Frauen endlich eingeführt.

Kontroverse: Als Meryl Streep, Darstellerin der Emmeline Pankhurst im Film Suffragetten aus dem Jahr 2016, mit einem T-Shirt abgelichtet wurde, auf dem Pankhursts Zitat „I’d rather be a rebel than a slave“ (deutsch: „Ich möchte lieber ein Rebell, als eine Sklavin sein“) stand, sorgte das für Empörung. Der Grund: Die Suffragetten kämpften zwar für das Wahlrecht der (weißen) Frauen, aber auch dafür, dass Afroamerikaner*innen Menschen zweiter Klasse bleiben sollten.