Oktober-Kolumne: In Berlin und (H)alle dabei – Gekommen, um zu gestalten

Er stammt aus Quedlinburg und ist in Halle-Neustadt zu Hause. Erst hat er als Biologie-Student für die hochschulpolitische Sache gekämpft. Dann ging er in den Landtag, um sich dort weiter für die Hochschulen des Landes, für Wissenschaft und Forschung, aber auch für die Umwelt einzusetzen. Dabei blieb er stets und bis heute fest mit Halle verbunden, denn diese Stadt, und Halle-Neustadt im Besonderen, liegt ihm am Herzen. So ist er schon seit 15 Jahren im Stadtrat vertreten, die letzten fünf Jahre auch als Stadtratsvorsitzender. Einen großen Teil seines politischen Weges habe ich direkt begleitet und ansonsten wachsam und stolz beobachtet, wie er seinen Platz in der Politik des Landes und in Halle eingenommen hat. Er ist gekommen, um zu gestalten.

Bei den Hochschulprotesten des Landes lief er ganz vorn mit. Er kämpfte für den Erhalt des interkulturellen Zentrums in der Hafenstraße. Auch die Sanierung und der Neubau von Schulgebäuden der Stadt Halle ist ihm genauso ein Herzensthema, wie es Bildungspolitik für ihn im Allgemeinen ist. Seine Leidenschaft für Halle überzeugt – auch parteiübergreifend. Nicht nur mit seiner Politik kommt er gut an, sondern auch mit seiner direkten und ehrlichen Art, die auch der amtierende Oberbürgermeister Bernd Wiegand schon oft zu spüren bekommen hat. Die Zeit der einsamen Entscheidungen ist vorbei. Halle braucht nun einen Oberbürgermeister, der die Menschen der Stadt in Diskussionsprozesse einbezieht, sie ernst nimmt, ihren Anliegen zuhört und ihnen Mitbestimmung ermöglicht, statt sie auszuschließen.

Die Vereine der Stadt, von denen es viele gibt, brauchen einen verlässlichen Förderer, der ihnen Sicherheit und Räume bietet. Räume brauchen auch die Menschen, die in Halle leben (wollen). Möglichst bezahlbar sollte dieser sein. Miethaie haben in Halle nichts verloren. Auch die Energieversorgung sollte in erster Linie der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen und nicht die Taschen von privaten Investor*innen füllen. Dabei sind wirtschaftliche Neuansiedlungen nicht unwillkommen, im Gegenteil: Bringen sie gute und gut bezahlte Arbeit, zahlen sie ihre Steuern in der Kommune und schützen sie die Ressourcen der Stadt, so dürfen sie sich herzlich gern in der schönen Saalestadt niederlassen.

Verzichten kann die Stadt allerdings auf jene Strukturen, die Rassismus und menschenverachtendes Gedankengut verbreiten. Sie haben weder in Halle noch anderswo etwas zu suchen. Halle ist und bleibt eine weltoffene und tolerante Stadt, die mehr Grün als Braun benötigt. Die Saalestadt ist dank ihrer Inseln und Heiden eine grüne Stadt. Doch es gibt noch Potenzial nach oben. Grün gehört auf die Böden und auf Dächer, wo es noch nicht vorhanden ist. Ein attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr muss eine echte Alternative zum Auto werden. Radfahrende und Fußgänger*innen sollen sicherer und barrierefreier ihre Stadt durchqueren und erleben dürfen.

Zu einer blühenden Stadt gehören auch gute Bildung und Kultur. Darum braucht Halle mehr Investitionen in längeres gemeinsames Lernen, in integrierte Gesamtschulen, in den Schulbau und die Sozialarbeit. Halles Potenzial liegt auch in ihrer Funktion als Universitäts- und Kulturstadt. Die Uni und Kunsthochschule, die Museen, Bibliotheken, Musikschulen, Theater und freien Kunstgruppen prägen und gestalten diese Stadt. Sie zeigen nach Außen, wer die Menschen in Halle sind und was Halle zu bieten hat. Das zu erhalten und auszubauen, ist eines der großen Ziele von – es ist klar, von wem hier die Rede ist – Hendrik Lange.

Dass er der Mann für das OB-Amt ist, wissen nicht nur wir Linken in Halle. Auch die SPD und die Grünen stehen hinter ihm. Gemeinsam wollen sie – wollen wir – das Hendrik Lange am 13. Oktober zum neuen Oberbürgermeister gewählt wird, damit all seine und auch unsere gemeinsamen Vorhaben angepackt und umgesetzt werden und die Menschen der Stadt daran teilhaben und davon profitieren können.

Hörfassung